5 Tips für die Meditation zuhause

Um all die positiven Effekte der Meditation zu erfahren und auch genießen zu können, ist regelmäßige Praxis wichtig, eigentlich sogar Voraussetzung.

Im Yogastudio, im Retreat oder im Ashram funktioniert das auch ganz problemlos. In der Gruppe fällt das Meditieren leicht und der Kopf ist ganz bei der Sache, muss sich nur auf die Meditation oder Yoga generell konzentrieren. Aber kaum Zuhause angekommen, wird es schwierig, all die gefassten guten Vorsätze umzusetzen und regelmäßig am Meditationskissen Platz zu nehmen. Der Geist ist abgelenkt, es gibt eine Menge zu tun. Am Ende eines Arbeitstages bist du zu müde, morgens verhindert es der Schweinehund, 20 Minuten früher aufzustehen.

Hier möchte ich dir fünf Tips geben, wie du auch zuhause die Motivation und Ruhe findest, um regelmäßig zu meditieren.

1. Ein ruhiger Punkt

Einen eigenen Raum für Yoga und Meditation ist in den meisten Wohnungen wohl Illusion. Aber eine ruhige Ecke lässt sich bestimmt finden.

Im Gästezimmer, Arbeitszimmer, Wintergarten… der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Im Idealfall kannst du immer das gleiche Plätzchen nutzen. 

Ich hatte meinen Yoga- Bereich lange Zeit im Schlafzimmer. Das hat wunderbar funktioniert, bis ich in eine Wohnung gezogen bin, in der das Schlafzimmer kaum größer war als Bett und Kleiderkasten. Wenn du morgens, direkt nach dem Aufstehen meditieren möchtest, solltest du vorher das Schlafzimmer sehr gut lüften, um die tamassige Atmosphäre des Schlafs raus zu lüften. Frische Luft schärft den Geist und hält wach.

In meiner neuen Wohnung habe ich Büro und Yogaraum kombiniert. Da die Arbeit in diesem Büro sowieso meistens einen Bezug zum Yoga hat, wie bloggen oder Stunden und Workshops vorbereiten, funktioniert das auch gut. In einem Büro, in dem ich häufig Stress und Ärger erlebe, würde ich aber nicht regelmäßig  meditieren wollen.

 2. Ein Altar oder anderer visueller Punkt der Konzentration

Auf dem Bild siehst du meinen kleinen „Altar“. Shiva und Lakshmi sorgen für göttlichen Beistand, Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda erinnern an Tradition und Art der Praxis. Deko rundherum sorgt für ein ansprechendes Aussehen. Das Titelbild zeigt einen Altar im Shivalaya Retreatzentrum in Bad Meinberg. 

Du bist in deiner eigenen Gestaltung aber völlig frei. Ob Buddha- Statue oder Jesus, eine schöne Pflanze oder Kerze. Wichtig ist nur,  dass diese Gegenstände eine positive Stimmung auslösen, die Konzentration fördern und möglichst nicht zu sehr ablenken bzw. die Konzentration auf sich ziehen. Obwohl schön und positiv, wäre deshalb ein Gemälde oder anderes Kunstwerk eher weniger geeignet.

 3. Räucherstäbchen oder ätherische Öle

Können die Konzentration ebenfalls fördern. 

Räucherstäbchen werden in Asien seit jeher vor oder während der Meditation verwendet, um eine meditative, entspannte Stimmung zu erzeugen und den Geist auf die Meditation vorzubereiten.

Einen ähnlichen Effekt hat auch der hier traditionell verwendete Weihrauch. Wem das Räuchern mit dem Harz zu aufwändig ist, der kann auch das ätherische Öl des Weihrauchharzes in Duftlampe oder Aromadiffusor verwenden. Andere ätherische Öle, die den Geist ruhig und trotzdem wach machen sind zum Beispiel Rose, Zedernholz, Sandelholz oder die Yoga- Mischungen von DoTerra. 

4. Eine bequeme Sitzgelegenheit und eine Yogamatte, auf der du dich wohl fühlst 

Stabiles aber dennoch bequemes Sitzen ist das Um und Auf, um dich wirklich auf die Meditation konzentrieren zu können und nicht von schmerzendem Rücken oder eingeschlafenen Beinen abgelenkt zu werden. Mit den unterschiedlichen Meditationskissen und Bänkchen gibt es unzählige Möglichkeiten am Boden zu sitzen. Aber auch auf einem Stuhl sitzend kannst du meditieren. Da jeder Körper anders und die Auswahl an Sitzgelegenheiten riesig ist, ist eine allgemeingültige Empfehlung schwierig. Mehr zum Sitzen findest du in diesem Beitrag.

Yogamatten gibt es mindestens ebensoviele. Ich persönlich bin verliebt in meine JadeYoga Matten. Einen ausführlichen Mattentest hat Rebecca auf ihrem Blog fuckluckygohappy geschrieben. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

 5. Der richtige Zeitpunkt 

Der letzte und wahrscheinlich wichtigste Tip ist, zu experimentieren, wann du selbst am besten meditieren kannst. Morgens vor Sonnenaufgang empfehlen die alten Schriften. Je nach Berufsleben und Wohnort  ist das aber nicht immer so einfach umsetzbar. Vielleicht meditierst du auch lieber abends, wenn die Kinder schon im Bett sind und generell weniger Zeitdruck herrscht um rechtzeitig in Schule oder Arbeit anzukommen. 

 Berichte gerne, was dir hilft, regelmäßig zu meditieren und Asanas zu üben. 

Viel Freude beim Yoga wünscht Dir,

Marion

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