Aus aktuellem Anlass: 5 Yoga- Tips bei Hitze

„Findet die Yogastunde heute statt oder ist hitzefrei?“ Diese Frage einer Yogaschülerin hat mich zu diesem Artikel inspiriert.

Österreich befindet sich mitten in einer Hitzewelle, das Thermometer am Auto hat vorhin 32,5° angezeigt (Nachtrag: Vorgestern, am Weg nach Seefeld waren es im Inntal sogar 35) und die Temperaturen steigen weiter. Abkühlung ist zumindest hier im Raum Salzburg nur kurzfristig in Sicht.

Optimal für diejenigen, die gerne ihr Yoga mit Stand Up Paddeling kombinieren, ein Sprung in kühles Wasser sorgt gleich für Erfrischung.

Aber was, wenn das nicht möglich ist? Wie lassen sich Yoga und Hitze am besten vereinbaren? Ich bin mir durchaus bewusst, dass Einwohner der tropischen und subtropischen Regionen Indiens an unseren Temperaturen nichts Besonderes finden werden, aber für Mitteleuropa ist das einfach heiß.

5 Yoga Tips bei Hitze

  1. Die allgemeinen Hitze-Helfer: Reichlich trinken, am besten Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder Kräutertees. Körperliche Anstrengung in die Morgen- oder späteren Abendstunden verlegen und direkte Sonne wenn möglich meiden. Die Beine und Hände unter einer kalten Dusche, in einem Bach oder Kneippbecken kühlen, Beine wenn möglich hochlegen, das vermeidet Schwellungen und schwere Beine. Lüften am Morgen und späteren Abend und tagsüber nur auf der Schattenseite die Fenster öffnen, Rollos runter.
  2. Ernährung: Melonen, grünem Tee, Salbei, Tomaten, Gurken, alle bitteren Gemüsesorten, (Soja)Joghurt und Pfefferminze wird zum Beispiel eine kühlende Wirkung auf unseren Organismus nachgesagt. Achtung, Eiswürfel und eiskalte Getränke wirken nur kurzfristig erfrischend.
  3. Kühlendes Pranayama: Kühlende Atemübungen sind Sitali/Sitkari und die Wechselatmung. Um Sitali zu üben setzt du dich bequem auf ein Kissen, der Rücken ist aufgerichtet, die Hände liegen auf den Oberschenkeln. Schließe dann die Augen und atme einige Atemzüge tief in den Bauch ein und aus. Dann streckst du die Zunge leicht aus dem Mund und formst damit ein Röllchen. Durch dieses Röllchen atmest du langsam und tief ein und durch die Nase wieder aus. Bereits nach wenigen Atemzügen bemerkst du ein kühles Gefühl auf der Zunge. Sitkari ist die Alternative für alle, die kein Zungen-Röllchen formen können. Dabei wird die Zungenspitze quer eingerollt und die Unterseite der Zunge leicht gegen die Rückseite der Schneidezähne gedrückt. Die Einatmung erfolgt wie bei Sitali dann durch den Mund, die Ausatmung langsam durch die Nase. Auch so bemerkst du bald ein kühles Gefühl im Mund.
  4. Asanas: Die Vorwärtsbeugen haben laut Ayurveda kühlenden Effekt. Auch Apanasana, die Knie-zum Kinn-Position reguliert die Körpertemperatur. Generell sind entspannende Asanas bei Hitze empfehlenswerter als solche, die die innere Hitze noch weiter anfeuern. 
    Apanasana
  5. Yoga draußen: Im Garten, im Park, im Wald, am Strand. Irgendwo findet bestimmt jeder ein schattiges Plätzchen, um die Yogamatte auszurollen.

Wenn du diese Hinweise befolgst, wirst du auch bei hohen Temperaturen Freude am Yoga haben.

Viel Freude beim Üben wünscht Dir,

Marion

 

 

Bildquelle: www.shutterstock.com

Das Titelbild zeigt den Schwimmteich des Alpenhotel Karwendel in Leutasch.

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