Die Atemmeditation – Yogische Soforthilfe gegen Stress

Die letzten Wochen waren wieder einmal sehr arbeitsreich, das Programm war dicht gedrängt. Die entspannten Yogatage in der Olympiaregion Seefeld liegen gefühlt schon weit zurück. Erst recht der Urlaub an der Nordsee. Um während solcher busy days, an denen aus Zeitmangel vielleicht sogar die Asanas zu kurz kommen, trotzdem den Kopf nicht zu verlieren und bei dir zu bleiben oder auch um deine körperlichen Yogaübungen um eine Technik für den Geist zu ergänzen, möchte ich dir die Atemmeditation besonders and Herz legen.

Einfach und simpel aber in ihrer Wirkung definitiv nicht zu unterschätzen ist sie sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Meditierende gleichermaßen geeignet.

Heißer Tip für Anfänger

Achte besonders auf eine bequeme Sitzhaltung! Ein Lotussitz am Boden sieht zwar schön aus, sollte aber nicht das vorrangige Ziel sein.
Auch mit der Dauer der Meditation kannst du frei experimentieren. Schon einige wenige bewusste Atemzüge beeinflussen dein Gehirn positiv.

Die Atemmeditation 

Wenn du eine für dich bequeme Sitzposition gefunden hast, lege deine Hände auf die Oberschenkel und schließe die Augen.
Dann nimm ganz entspannt einige tiefe Atemzüge durch die Nase. Versuche dabei, den Atemrhythmus nicht zu beeinflussen, lass Ein- und Ausatmung frei fließen.
Dann fang an, deinen Atem zu beobachten. Beobachte, wie die Luft durch die Nase in den Körper strömt, wie sich der Brustkorb weitet und der Bauch hebt.
Beobachte, wie sich bei der Ausatmung Bauch und Brustkorb senken und der Atem durch die Nase den Körper wieder verlässt.
Versuche dabei, die Atmung so wenig wie möglich zu beeinflussen. Du wirst merken, wie deine Atmung von selbst immer ruhiger wird. Wenn du dich gestresst fühlst oder besonders tief entspannen möchtest, versuche die Ausatmung etwas zu betonen, sodass sie etwas länger ist als die Einatmung. Beim langsamen, tiefen Ausatmen kann dein Gehirn besonders gut Stress abbauen.

Es gibt keine Vorgabe, wie lange du die Atemmeditation machen sollst. Richte dich nach deinen persönlichen Umständen. Wie lange kannst du dich auf deinen Atem konzentrieren? Wie lange kannst du auf deinem Meditationskissen bequem sitzen? Wenn du gerade erst beginnst, das Meditieren zu erlernen, können 5 Minuten schon genug sein. Mit zunehmender Erfahrung kannst du dann auch länger sitzen und meditieren. 20 bis 30 Minuten haben sich für den Alltag als eine angenehme Dauer erwiesen um von den Effekten der Meditation zu profitieren und trotzdem keinen allzu hohen Zeitaufwand zu haben. Aber auch erfahrene Meditierende können von kurzen Sessions profitieren, zum Beispiel wenn die Zeit knapp ist oder in der Vorbereitung auf eine Situation, in der besondere geistige Klarheit gebraucht wird, wie für eine Prüfung oder einen Auftritt.

Viel Freude beim Erforschen deines Atems wünscht dir,
Marion

 

Bildquelle: Shutterstock

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