Ausbildung Homöopathie

Heute gibt es einmal ein medizinisches Thema, meine Homöopathie Ausbildung, die sich jetzt doch schon über viele Jahre hinzieht.

Begonnen hat meine Faszination für die Therapieform mit den kleinen weißen Kügelchen, genannt Globuli, die so unvorstellbar wenig Wirkstoff enthalten und trotzdem wirksam sind bereits während dem Studium. In Form einer wöchentlichen Vorlesung mit schriftlichem Test am Semesterende wurden uns die Grundlagen der Homöopathie beigebracht.
Um tiefer in das Thema einzudringen besuchte ich mit vielen StudienkollegInnen Seminare der StudentInneninitiative Homöopathie, die in Wien stattfanden und von sehr erfahrenen HomöopathInnen aus ganz Europa unterrichtet wurden.
Auch eine Famulatur im Krankenhaus für Naturheilweisen in München lieferte am Ende des Studiums wertvolle Erfahrungen.

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Was ist ein Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation?

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Und was machst du so den ganzen Tag?

Um es in einen Satz zu fassen: ein Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation (PMR) ist dafür zuständig, Menschen nach einem gesundheitlichen Ereignis, das möglicherweise zu dauerhaften Einschränkungen führt, wieder in den (möglichst normalen) Alltag zu helfen.
Das umfasst von physikalischer Therapie auf der Intensivstation über Schmerztherapie, Wundversorgung bis zum Erstellen sozialmedizinischer Gutachten betreffend der beruflichen Leistungsfähigkeit oder der Anpassung des Arbeitsplatzes oder des Wohnumfeldes.

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Was ist Yogatherapie?

Yogatherapie ist eine aktive Therapieform, die sowohl die Asanas des klassischen Yoga gegen konkrete gesundheitliche Probleme einsetzt als auch individuelle Variationen und Anpassungen vornimmt, um die Yogahaltungen auch bei körperlichen Einschränkungen zugänglich zu machen.
Außerdem werden Atemübungen (Pranayama), Meditation und Tiefenentspannung gezielt eingesetzt.
Yogatherapie findet in der Regel als Einzelsitzung, selten in Kleingruppen statt. Je nach Erkrankung und Zielsetzung dauert eine Therapiesitzung zwischen 30 und 60, in der Gruppe auch bis zu 90 Minuten. Neben dem 1-2x wöchentlichen Unterricht ist regelmäßiges selbstständiges Üben von Vorteil.
Yogatherapie kann im Sinne einer Bewegungstherapie (ergänzend zu einer medikamentösen oder operativen Therapieform) gegen eine Vielzahl von Beschwerden eingesetzt werden, wie z.B. Schmerzen an Rücken oder Gelenken, nach Unfällen, bei Stressbelastung bis hin zum Burnout. Aber auch im höheren Lebensalter kann Yogatherapie eingesetzt werden, um die Beweglichkeit zu erhalten oder Stürzen vorzubeugen. Darüber hinaus kann im Rahmen der Yogatherapie bei vorübergehenden oder dauerhaften körperlichen Einschränkungen eine Yogapraxis erarbeitet werden, die optimal an den jeweiligen Übenden angepasst ist und die Asanas durch Hilfsmittel oder Anpassungen der Bewegungsabläufe zugänglich macht.
Mit einigen wenigen Ausnahmen können alle Asanas, Atemübungen und auch Meditationstechniken therapeutisch angewandt werden. Hier entsteht eine Serie über häufig therapeutisch eingesetzte Yogaübungen.

Was ist Yoga?

Yoga ist ein Jahrtausende altes indisches Übungs- und Philosophiesystem, dessen Ziel es ist, zu einem Zustand der Harmonie und Einheit zu führen. Einheit mit sich selbst, Einheit mit allen anderen Wesen.
Der Ursprung des Yoga ist nicht bekannt, es wurden aber bereits aus der Zeit um 3000 v.Ch. Statuen im Lotussitz gefunden (Mohenjo-Daro-Harappa-Kultur im Industal). Nach klassisch indischer Ansicht wurde Yoga vor tausenden von Jahren den weisen Rishis von den Göttern weiter gegeben.
Es gibt viele Arten und Wege, Yoga zu praktizieren.
Hatha Yoga: ist der heute bekannteste Weg des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Techniken Asanas (Körperstellungen), Pranayama (Atemübungen), Tiefenentspannung und Meditation. Außerdem bietet dieser Weg Anleitungen zu gesundem Lebensstil und Ernährung.
Jnana Yoga: Yoga der Philosophie. Es werden Fragen behandelt wie: Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Außerdem werden Karma und Reinkarnationstheorie behandelt.
Raja Yoga: Im „Königsweg des Yoga“ geht es um Techniken des mentalen Trainings und der Meditation. Er erklärt, wie der menschliche Geist funktioniert und wie wir mit ihm umgehen sollten. Er umfasst Affirmationen, Visualisierung, Achtsamkeit und verschiedene Meditationstechniken.
Bhakti Yoga: Der Yoga der Hingabe. Gebet, Singen von Mantras, Rituale und Erzählen von Mythen öffnen das Herz.
Karma Yoga: Der Yoga der Tat. Im Mittelpunkt steht der selbstlose Dienst. Handeln ohne die Früchte der Handlung zu erwarten.
Kundalini Yoga (nach Swami Sivananda): Der Yoga der Energie. Beschreibt den Astralkörper mit seinen Chakras (Energiezentren) und Nadis (Energiekanälen). Nicht zu verwechseln mit Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan, das ein eigenes Übungssystem in der Tradition der Sikhs darstellt.
In der heutigen Zeit wird in der westlichen Kultur insbesondere Haha Yoga praktiziert. Haha Yoga bietet uns Übungsmöglichkeiten, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen, mit den Belastungen des Alltags sicherer umgehen zu können und körperlich aktiv zu sein.
Yoga bietet von Entspannungstechniken wie Yoga Nidra bis zu intensiven Workouts im Rahmen des Power Yoga ein sehr breites Spektrum an Möglichkeiten.
Zusätzlich helfen Meditation und Tiefenentspannung, den Geist auf das Wesentliche zu konzentrieren, die Ablenkungen der Außenwelt besser zu vertragen und inmitten des Trubels des modernen (Großstadt-)Lebens zur Ruhe zu kommen.
Pranayama unterstützt uns dabei, den Geist zu fokussieren und hat zusätzlich positive Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Atemwege und Lungen.
Um die Wirkung von Meditation und Körperübungen optimal erleben zu können, empfiehlt uns Yoga auch einen Lebensstil, der sich nach Yamas (LINK) und Niyamas (LINK), den Regeln zum optimalen Umgang mit sich selbst und in der Gesellschaft, richtet. Außerdem wird eine vollwertige, vegetarische oder vegan Ernährung, der Verzicht auf Nikotin und Rauschmittel empfohlen.