Amma – Mata Amritanandamayi

Amma Amma

Mata Amritanandamayi Devi, oder genannt Amma (Mutter) wurde am 27.09.1953 in Kerala, Indien geboren. Sie war eines von 8 Kindern einer einfachen Fischerfamilie. Bereits als Kind wurde sie mit Armut und Elend konfrontiert, als sie in der Nachbarschaft um Essen für ihre Familie bitten musste. Sie begann spontan damit, Menschen zu umarmen und sie dadurch zu trösten. Schon damals wurde sie wegen ihrer Fürsorge und Hingabe Amma (Mutter) genannt. Bereits als 14jähriges Mädchen sah sie es als ihre Aufgabe an, Schmerzen und Leid anderer Menschen zu lindern.

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Gelesen: Der Effekt von Yoga auf Gleichgewicht und Angst zu stürzen

Kann Yoga das Gleichgewicht und die Angst vor Stürzen bei älteren Menschen beeinflussen? Diese Fragestellung wurde am Jahandidegan Center in Shiraz/Iran wissenschaftlich untersucht. Dazu wurden 40 Personen im Alter von 60 bis 74 Jahren in eine Interventionsgruppe und in eine Kontrollgruppe eingeteilt. Die Interventionsgruppe erhielt über 8 Wochen 2x wöchentlich Yogaunterricht, die Kontrollgruppe erhielt keine weiteren Maßnahmen.
Das Ergebnis der Studie zeigt bereits nach 8 Wochen einen positiven Effekt von Yoga auf Gleichgewicht und Angst zu stürzen.  Die regelmäßige Yogapraxis führt bereits nach 8 Wochen Studiendauer zu einem besseren Gleichgewichtsempfinden und einer verringerten Angst vor Stürzen.

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Der achtgliedrige Pfad nach Patanjali

Patanjali, ein indischer Gelehrter und Autor der Yoga Sutras, lehrt den Weg des Yoga als achtgliedrigen Pfad. Diese 8 Stufen sind ein Leitfaden, die Hindernisse, die den Geist aus der Ruhe bringen, zu überwinden und innere Freiheit zu erreichen.
Jede dieser 8 Stufen bietet konkrete Handlungsempfehlungen, die bis heute ihre Relevanz und Lebensnähe bewahrt haben.

1. Yamas – der Umgang mit der Umwelt
2. Niyamas – der Umgang mit sich selbst
3. Ãsanas – der Umgang mit dem Körper
4. Prãnãyãma – der Umgang mit dem Atem
5. Pratayãhãra – der Umgang mit den Sinnen
6. Dhãranã – Konzentration
7. Dhyãna – Meditation
8. Samãdhi – das Höchste: die innere Freiheit

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Swami Sivananda

Swami Sivananda wurde am 8. September 1887 als jüngster Sohn einer Brahmanenfamilie in Südindien geboren und erhielt den weltlichen Namen Kuppuswami.
Bereits im Knabenalter fiel seine ausgeprägte Nächstenliebe und sein Bedürfnis, seine Nahrung und seinen Besitz zu teilen, auf. Er studierte in weiterer Folge Medizin und arbeitete danach in einem Krankenhaus in Malaysia, das er auch leitete. Die medizinische Versorgung der Armen war ihm bereits dort ein großes Anliegen.
Selbst führte er zunächst ein Leben im Wohlstand. Zunehmend beschäftigten ihn jedoch Gedanken, dass Wohlstand allein kein dauerhaftes Glück erzeugen kann. Seine Tätigkeit als Arzt führte ihm das Leiden der Welt wiederholt vor Augen.

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Was ist Yogatherapie?

Yogatherapie ist eine aktive Therapieform, die sowohl die Asanas des klassischen Yoga gegen konkrete gesundheitliche Probleme einsetzt als auch individuelle Variationen und Anpassungen vornimmt, um die Yogahaltungen auch bei körperlichen Einschränkungen zugänglich zu machen.
Außerdem werden Atemübungen (Pranayama), Meditation und Tiefenentspannung gezielt eingesetzt.
Yogatherapie findet in der Regel als Einzelsitzung, selten in Kleingruppen statt. Je nach Erkrankung und Zielsetzung dauert eine Therapiesitzung zwischen 30 und 60, in der Gruppe auch bis zu 90 Minuten. Neben dem 1-2x wöchentlichen Unterricht ist regelmäßiges selbstständiges Üben von Vorteil.
Yogatherapie kann im Sinne einer Bewegungstherapie (ergänzend zu einer medikamentösen oder operativen Therapieform) gegen eine Vielzahl von Beschwerden eingesetzt werden, wie z.B. Schmerzen an Rücken oder Gelenken, nach Unfällen, bei Stressbelastung bis hin zum Burnout. Aber auch im höheren Lebensalter kann Yogatherapie eingesetzt werden, um die Beweglichkeit zu erhalten oder Stürzen vorzubeugen. Darüber hinaus kann im Rahmen der Yogatherapie bei vorübergehenden oder dauerhaften körperlichen Einschränkungen eine Yogapraxis erarbeitet werden, die optimal an den jeweiligen Übenden angepasst ist und die Asanas durch Hilfsmittel oder Anpassungen der Bewegungsabläufe zugänglich macht.
Mit einigen wenigen Ausnahmen können alle Asanas, Atemübungen und auch Meditationstechniken therapeutisch angewandt werden. Hier entsteht eine Serie über häufig therapeutisch eingesetzte Yogaübungen.

Was ist Yoga?

Yoga ist ein Jahrtausende altes indisches Übungs- und Philosophiesystem, dessen Ziel es ist, zu einem Zustand der Harmonie und Einheit zu führen. Einheit mit sich selbst, Einheit mit allen anderen Wesen.
Der Ursprung des Yoga ist nicht bekannt, es wurden aber bereits aus der Zeit um 3000 v.Ch. Statuen im Lotussitz gefunden (Mohenjo-Daro-Harappa-Kultur im Industal). Nach klassisch indischer Ansicht wurde Yoga vor tausenden von Jahren den weisen Rishis von den Göttern weiter gegeben.
Es gibt viele Arten und Wege, Yoga zu praktizieren.
Hatha Yoga: ist der heute bekannteste Weg des Yoga. Er umfasst die körperorientierten Techniken Asanas (Körperstellungen), Pranayama (Atemübungen), Tiefenentspannung und Meditation. Außerdem bietet dieser Weg Anleitungen zu gesundem Lebensstil und Ernährung.
Jnana Yoga: Yoga der Philosophie. Es werden Fragen behandelt wie: Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Außerdem werden Karma und Reinkarnationstheorie behandelt.
Raja Yoga: Im „Königsweg des Yoga“ geht es um Techniken des mentalen Trainings und der Meditation. Er erklärt, wie der menschliche Geist funktioniert und wie wir mit ihm umgehen sollten. Er umfasst Affirmationen, Visualisierung, Achtsamkeit und verschiedene Meditationstechniken.
Bhakti Yoga: Der Yoga der Hingabe. Gebet, Singen von Mantras, Rituale und Erzählen von Mythen öffnen das Herz.
Karma Yoga: Der Yoga der Tat. Im Mittelpunkt steht der selbstlose Dienst. Handeln ohne die Früchte der Handlung zu erwarten.
Kundalini Yoga (nach Swami Sivananda): Der Yoga der Energie. Beschreibt den Astralkörper mit seinen Chakras (Energiezentren) und Nadis (Energiekanälen). Nicht zu verwechseln mit Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan, das ein eigenes Übungssystem in der Tradition der Sikhs darstellt.
In der heutigen Zeit wird in der westlichen Kultur insbesondere Haha Yoga praktiziert. Haha Yoga bietet uns Übungsmöglichkeiten, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen, mit den Belastungen des Alltags sicherer umgehen zu können und körperlich aktiv zu sein.
Yoga bietet von Entspannungstechniken wie Yoga Nidra bis zu intensiven Workouts im Rahmen des Power Yoga ein sehr breites Spektrum an Möglichkeiten.
Zusätzlich helfen Meditation und Tiefenentspannung, den Geist auf das Wesentliche zu konzentrieren, die Ablenkungen der Außenwelt besser zu vertragen und inmitten des Trubels des modernen (Großstadt-)Lebens zur Ruhe zu kommen.
Pranayama unterstützt uns dabei, den Geist zu fokussieren und hat zusätzlich positive Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Atemwege und Lungen.
Um die Wirkung von Meditation und Körperübungen optimal erleben zu können, empfiehlt uns Yoga auch einen Lebensstil, der sich nach Yamas (LINK) und Niyamas (LINK), den Regeln zum optimalen Umgang mit sich selbst und in der Gesellschaft, richtet. Außerdem wird eine vollwertige, vegetarische oder vegan Ernährung, der Verzicht auf Nikotin und Rauschmittel empfohlen.