Der Drehsitz – Asanas gegen Rückenschmerzen

Auch der (halbe) Drehsitz, Ardha Matsyendrasana, ist eine sehr wirkungsvolle Übung gegen Rückenschmerzen. Der Drehsitz fördert, wie der Name schon sagt, die Drehbewegung der Wirbelsäule. Dadurch verbessert diese Asana auch die Flexibilität der seitlichen Rumpfmuskulatur und die Beweglichkeit der Flanken.

Der Drehsitz – körperliche Wirkungen:

Es kommt außerdem zu einer Dehnung der der geraden und schrägen Bauchmuskulatur, des großen Gesäßmuskels, des Lendenmuskels (Quadratus lumborum) und des großen und kleinen Brustmuskels auf der der Drehung entgegengesetzten Seite (d.h. links bei Drehung nach rechts). Umgekehrt kommt es auf der Seite der Drehung (d.h. rechts bei Drehung nach rechts) zu einer Kräftigung eben dieser Muskeln. Außerdem fördert man im Drehsitz eine aufrechte Körperhaltung und wirkt der typischen Fehlhaltung am Computer (Schultern nach oben und nach vorne gezogen) entgegen.

Geistige Wirkungen:

Der Drehsitz fördert auch die innere Aufrichtung und Größe und das innere Gleichgewicht. Außerdem unterstützt dich diese Asana beim Stressabbau, sie beruhigt, harmonisiert und stärkt die Nerven. Ein robustes Nervenkostüm hilft dir wiederum dabei, auch im hektischen Alltag gelassen zu bleiben und Verspannungen und (Rücken)Schmerzen erst gar nicht entstehen zu lassen.

Ardha Matsyendrasana – die Ausführung:

Je nach Flexibilität deiner Hüften und deiner Wirbelsäule kannst du zwischen einer einfacheren und einer schwierigeren Form des Drehsitzes wählen. Bedenke dabei, dass es in der körperlich einfacheren Ausführung einer Asana oft einfacher ist, sich auf die geistigen Wirkungen zu konzentrieren. Andererseits braucht dein Körper vielleicht auch die ein oder andere Herausforderung, auch wenn du erst am Anfang deiner Yogapraxis stehst.

Für die einfachere Form beginnst du im Langsitz, mit gestreckten Beinen. Dann Stellst du das rechte Bein so auf, dass der rechte Fuß links vom linken Knie zu stehen kommt. Dann streck den rechten Arm nach oben und beginne die Drehung, indem du mit dem linken Arm das rechte Knie umfasst. Dann bringe die rechte Hand rechts hinter deinem Gesäß zum Boden und versuche, die Drehung noch etwas zu intensivieren. Wenn du deine Endposition erreicht hast, halte sie für 3-5 Atemzüge und kehre dann langsam zum Langsitz zurück. Danach wiederholst du die Asana zur anderen Seite.

Für die kompliziertere Form beginnst du im Fersensitz. Dann setzt du dein Gesäß links neben die Fersen auf den Boden. Stelle dann das rechte Bein auf und den Fuß links vom linken Oberschenkel auf. Achte dabei darauf, dass beide Gesäßknochen gleichmäßig den Boden berühren und die rechte Gesäßhälfte nicht auf der linken Ferse sitzt oder in der Luft hängt. Leite dann die Drehung ein, indem du mit dem linken Arm das rechte Knie umfasst. Bringe den rechten Arm wieder hinter deinen Rücken und intensiviere so die Drehung. Auch hier halte deine Endposition 3-5 Atemzüge lang und wiederhole dann die Übung zur linken Seite.

Achte bei beiden Varianten darauf, eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen, aber auch nicht ins Hohlkreuz zu fallen. Außerdem versuche auch in der Drehung, den Brustraum weit zu machen und die Schulterblätter hinten zueinander und nach unten streben zu lassen. Und denke daran, die Asana auf beiden Seiten gleich lange zu halten, eventuell auf der für dich schwierigeren Seite etwas länger.

Viel Spaß bei der Yogapraxis wünscht euch

Marion

 

 

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