Wie Yoga dir hilft, gesund zu bleiben – Teil 1

Swami Vishnudevanada fasste die Wissenschaft des Yoga in 5 Punkte zusammen. Asana, Atmung, Entspannung, Meditation und Ernährung.

Diese Punkte sollen es jedem Menschen ermöglichen, Yoga zu praktizieren und den optimalen Nutzen für Körper und Geist daraus zu erhalten. Insbesondere für uns im Westen sozialisierte Menschen sollten diese Punkte eine Hilfe für den Alltag darstellen. In dieser 3 teiligen Artikelserie möchte ich beschreiben, wie diese 5 Punkte zur Pflege und Wiedererlangung unserer Gesundheit beitragen.

Asanas

“Asanas machen stark, befreien von Krankheiten und machen die Glieder geschmeidig.”  Hatha Yoga Pradipika  

Die Asanapraxis ist der körperlichste der 5 Punkte. Asanapraxis ist Bewegung, Bewegung ist Leben. Die Asanapraxis unterstützt dich optimal dabei, gesund zu bleiben. Heute leiden Viele an den Folgen von Bewegungsmangel, mit einer regelmäßigen dynamischen Asanapraxis kannst du solchen gesundheitlichen Problemen vorbeugen. Die dynamische Ausführung bringt Herz und Kreislauf auf Schwung, vertieft die Atmung, verbessert die Lungenfunktion und die Ausdauer. Außerdem werden Gleichgewicht und Koordination trainiert. Aber auch die sanfte oder länger gehaltene Ausführung der Asanas hat positive Auswirkungen. Insbesondere die Beweglichkeit der Gelenke und die Dehnfähigkeit der Muskulatur werden hierbei geschult. Nicht zu vernachlässigen ist auch das Training der Muskelkraft, insbesondere der heute so oft erwähnten core- Muskulatur durch lange gehaltene Asanas. Durch die Ausführung der Asanas kann die Wirbelsäule in alle Richtungen bewegt werden. Das führt zu höherer Flexibilität der Wirbelgelenke, entlastet die Bandscheiben und kräftigt die Rückenmuskulatur und hilft so der Wirbelsäule gesund zu bleiben. Daher ist Yoga auch hervorragend zur Vorbeugung und Behandlung von Rückenschmerzen geeignet.

Asanas wirken aber nicht nur auf den Körper. Sie tragen auch wesentlich dazu bei, Stress abzubauen. Sie senken den Spiegel der Stresshormone im Blut und helfen dabei, körperlich und geistig zur Ruhe zu kommen. Durch die tiefe Atmung und die Ausführung der Yogastellungen gelingt es dir, den Geist von Ablenkungen und Gedankengängen zurückzuziehen. Vielleicht ist es dir schon aufgefallen, dass du in die Yogastunde gehst während sich dein Kopf gedanklich noch um die Ereignisse des Arbeitstages kümmert? Und wie angenehm du dich während der Stunde von diesen Gedankengängen distanzieren konntest?

Atmung

Die richtige Atemtechnik trägt einen großen Teil zur körperlichen und geistigen Entspannung bei und hilft dir so, gesund zu bleiben. Schon die Übung der bewussten Bauchatmung hilft bei der Reduktion von innerer Anspannung und Stress. Und ist auf jedem Bürostuhl, sogar während hektischer Besprechungen, ausführbar. Die Atemübungen des Pranayama fördern das Prana, regen den Energiefluss im Körper an und fördern die Balance zwischen rechter und linker Gehirn- aber auch Körperhälfte. Durch sanfte Kontrolle über den Atem kann auch der Geist kontrolliert, im Sinne von zur Ruhe gebracht und fokussiert, werden. Die in der Meditation angestrebte Ruhe des Geistes kann durch Atemübungen vorbereitet werden. So bewirken die yogischen Atemübungen eine Reduktion von Stress und innerer Anspannung und tragen hierüber zur Vermeidung von stressbedingten Erkrankungen wie hohem Blutdruck oder Burnout bei.

„Für den Anfänger ist es überaus wichtig, vor der Meditation Pranayama zu üben, andernfalls wird der Geist Träumen, ,tagträumen, dösen. Auch die Yogameister haben ganz am Anfang begonnen“ Swami Vishnudevananda über Pranayama, aus: Vishnudevananda Upadesa.

Außerdem verbessern die Atemübungen die Lungenfunktion und kräftigen und reinigen die Lunge. Im Yoga und Ayurveda wird einer kräftigen Lunge, genauso wie in der Traditionellen Chinesischen Medizin, eine kräftige Immunabwehr zugesprochen. Insbesondere gegen Atemwegsinfekte und andere über den Luftweg übertragene Infektionen. Aber auch wenn dich bereits eine Erkältung erwischt hat ist es noch nicht zu spät. Mit Kapalabhati und Wechselatmung (neben Neti, Ruhe und ganz viel heißem Ingwertee) kannst du der Schnupfennase zu Leibe rücken.

In Teil 2 erfährst du über die besonderen gesundheitlichen Wirkungen von Tiefenentspannung und Meditation. Teil 3 wird die Ernährung als Schwerpunkt haben.

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