Ingwer – Wunderwurzel für den Winter

Der Ingwer (Zingiber offizinale) ist eine häufig genutzte Gewürz- und Arzneipflanze. Er gehört botanisch zur Gruppe der Ingwegewächse. Verwendet wird das Rhizom, der unterirdische Spross des Ingwers. Ingwer wächst in tropischen und subtropischen Regionen, wird aber auch in Frankreich oder Italien angebaut.
Ingwer enthält ätherische Öle, Vitamin C und andere Vitamine und Mineralstoffe sowie Gingerol, das dem Ingwer den charakteristischen, scharfen Geschmack verleiht.

In der Küche wird der Ingwer häufig für asiatische Gerichte verwendet. Aber auch typische europäische Speisen werden mit Ingwer gewürzt oder aus Ingwer hergestellt, wie zum Beispiel Lebkuchen, Ingwermarmelade oder Ginger Ale.

Ingwer in der Naturheilkunde

In der europäischen Naturheilkunde wird Ingwer vor allem gegen Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsstörungen verwendet. Der Pflanze werden antiemetische (das Erbrechen hemmende), entzündungshemmende Wirkungen und eine Forderung der Produktion von Speichel, Magensaft und Gallensekret zugeschrieben.
Aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung wird Ingwer auch gegen Entzündungen am Bewegungsapparat wie bei Rheuma oder Arthrosen verwendet.
Ebenfalls wegen der Entzündungshemmung, aber auch wegen des hohen Gehalts an Vitamin C kann Ingwer auch helfen, Erkältungskrankheiten im Frühstadium zu bekämpfen oder überhaupt zu vermeiden.

Ingwer in der TCM

Auch in der traditionellen chinesischen Medizin wird der Ingwer gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt. Der rohe Ingwer hält, nach der chinesischen Lehre, von außen eindringende Krankheitserreger ab, löst Schleim, hemmt Husten und wirkt wärmend.

Ayurveda

Im Ayurveda wird der Ingwer ebenfalls zur Stärkung der Verdauung verwendet. Er regt Agni, das Verdauungsfeuer an und wirkt gegen Übelkeit.
Außerdem wirkt die Wurzel wärmend, schweißtreibend und schleimlösend. Auch in den ayurvedischen Beschreibungen wird eine besondere Wirkung auf die Atemwege und gegen Erkältungskrankheiten beschrieben.

Rezepte mit Ingwer

Ingwerwasser – der Klassiker

Das einfachste Rezept, um die positiven Wirkungen von Ingwer zu nutzen.
Einfach frischen Ingwer schälen, in Stücke schneiden und mit kochendem Wasser übergießen. Pro Liter verwende ich ca. 1-2 cm Wurzel, das ergibt eine angenehme, nicht zu intensive Schärfe.
Verfeinern kann man das Ingwerwasser auch mit Zitronensaft und/oder Agavendicksaft oder Honig.

Eingelegter Ingwer – für alle die es scharf mögen

Ingwer in dünne Scheiben schneiden (mein veganes Upcycling für den Käsehobel) und mit Zitronensaft und Agavendicksaft (oder Honig) und Zitronensaft über Nacht in einem verschließbaren Gefäß einlegen. Kann pur oder zu einem Gemüsegericht gegessen werden.

Kürbis-Kokos-Ingwersuppe – einfache und wärmende Leckerei für den Herbst

Hokkaido- Kürbis mit Gemüsebrühe und Ingwerstücken weich kochen und pürieren. Je nach gewünschter Konsistenz noch etwas Wasser dazu geben und noch einmal kurz aufkochen. Kurz vor dem Servieren noch einen Schuss Kokosmilch dazu geben.
Wer lieber ein Stück österreichische Tradition mit in der Suppe haben möchte, lässt die Kokosmilch weg und garniert die Suppe vorm Servieren mit etwas Kürbiskernöl.

Chai – ein Herzenswärmer

Ich persönlich mag am liebsten den Choco Chai von Hari Tea (Werbung aus persönlicher Überzeugung, affiliate link), der schokoladig-süß-scharf den November-Blues vertreibt.

Viel Freude auf der Matte und in der Küche,
Marion

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