Jakobsweg: Reisen mit leichtem Gepäck

Urlaubsplanung 2016:
Ja, ich gestehe gleich von Anfang an, ich habe „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling gelesen. Und natürlich habe ich erst durch dieses Buch erfahren, dass es so etwas wie einen Jakobsweg (genauer den Camino Frances) überhaupt gibt. Der Wunsch, dass ich diesen Weg selbst einmal gehen möchte entstand aber erst einige Jahre später. Zunächst erschien mir das Vorhaben völlig unrealistisch, dann verblasste die verblasste die Idee wieder. Irgendwann im Sommer 2015, am Rückweg von einem Berggipfel tauchten die Gedanken an den Jakobsweg in Spanien plötzlich wieder auf. Am liebsten wäre ich sofort los marschiert… Da an meiner Urlaubsplanung aber auch noch andere Menschen beteiligt sind, wurde der Juni 2016 bzw. knappe 3 Wochen davon für diese Reise auserkoren.

Was machst du denn auf dem Jakobsweg?

Wurde ich von Freunden und Bekannten immer wieder gefragt. Im Zusammenhang mit Yoga hätten sie mich eher auf Pilgerpfaden im Himalaya oder entlang des Ganges vermutet. Aber der Jakobsweg hat für mich einige entscheidende Vorteile: Er liegt in Spanien – einem Land das ich liebe und um dort hin zu kommen muss ich mich nicht stundenlang in ein Flugzeug quetschen. Ich verstehe die Sprache zumindest so gut, dass ich nicht verhungere und notfalls auch dem Zahnarzt sagen kann was weh tut. Und ich werde in Südeuropa hoffentlich keinen Kulturschock erleben.

Lauter Dinge, die mir hoffentlich dabei helfen werden, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Minimalistisch reisen. Das Gewicht meines Rucksacks sollte sich auf 7-8kg beschränken, leichtes Gepäck also. Was brauche ich wirklich? Was kann zuhause bleiben?
Konzentration. Meditation. Besinnung. Wandern. Yoga. Trotz leichtem Gepäck muss einfach Platz für eine dünne Yogamatte sein. Und außerdem heißt Yoga nicht nur Asana – da steckt bekanntlich noch mehr dahinter. Ob ich aus der Herberge fliege, wenn ich dort die Bhagavad Gita lese? Oder einen Text von Thich Nhat Hanh? Oder erkennt das am Handy sowieso niemand?

Abschalten. Stress loslassen. Die Freiheit genießen. Mit leichtem Gepäck.

Ich freue mich schon sehr auf meine erste Pilgerreise!
Dieser Beitrag entstand inspiriert von der Blogparade „Reisen mit leichtem Gepäck“ auf www.reiseum.de. Herzlichen Dank dafür.

Außerdem herzlichen Dank an Stephan Klebert für das Foto der Kathedrale von Santiago de Compostela!

 

3 Antworten auf „Jakobsweg: Reisen mit leichtem Gepäck“

  1. Ich finde es Klasse, dass Du Dich auf den Jacobsweg begeben moechtest. Auch ich habe das Buch von Hape Kerkeling gelesen. Mich reizt es auch sehr, mich irgendwann mal auf den Jacobsweg zu begeben. Vor 1 3/4 Jahren wurde bei mir Krebs gefunden. Ich kaempfe seitdem gegen ihn an. Ich wünsche Dir viel Spaß auf dem Jacobsweg.

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