YogaExpo & VeggieFair

Raus kommen, etwas Neues sehen und erleben. Was gibt es Neues in der Welt des Yoga? Das war meine Motivation am letzten Sonntag, um 7:30 das Haus zu verlassen und zum Bahnhof aufzubrechen. Ok, München ist nicht wirklich fremd für mich, hier her zu kommen fühlt sich eher wie ein Besuch in einer alten Heimat an.

YogaExpo & VeggieFair

Aber auf einer YogaExpo & VeggieFair war ich noch nie, auch das MVG Museum kannte ich nur vom Hörensagen. Um kurz nach 10:00 dort angekommen war es noch relativ menschenleer, ungewohnt für Münchner Verhältnisse. Mit meinem Matcha Latte in der Hand (natürlich vegan) wollte ich mich gleich zu einem Vortrag zum Thema „Vegan ist. Kein Trend sondern der. Weg des Herzen“, über vegane und basische Ernährung, begeben. Leider fiel aber ausgerechnet dieser Vortrag aus.

Am Messestand von Salu Vegan fand in der Zwischenzeit schon eine Kochvorführung statt. Dort durfte ich ein neues Rezept für Mandel-Feta kennen lernen und ein Rezept für Hummus. Die Reispfanne aus Lupinenreis konnte ich später, nach der Yogastunde, kosten. Die Firma Salu Vegan ist übrigens ein kleines Familienunternehmen, das sich auf die Produktion von Lupinenerzeugnissen spezialisiert hat.

Salubio

Im Yogaspace fanden den ganzen Tag über unterschiedliche Yogastunden statt. Von AcroYoga bis Tibetisches Heilyoga wurde ein breites Spektrum unterschiedlicher Yogastile angeboten. Selbst habe ich an einer Stunde von Percy Johannsen teilgenommen. Unter dem Motto „Nimms nicht so ernst, es ist nur Yoga“ war das eine sehr motivierende Yogasession mit teilweise markigen Sprüchen aber auch vielen positiven Affirmationen. Zum Abschluss ergaben AnulomaViloma, eine schöne Tiefenentspannung und ein gemeinsam gesungener Kirtan eine richtig schöne, runde Yogastunde.

Yogasession

Yoga in einer Halle, die für alte Straßenbahnen gebaut ist, hat leider auch einige Nachteile, wie den beinharten Betonboden (meine Krähe hat es deshalb vorgezogen nicht abzuheben- eine Nasen- Bruchlandung, die wegen muskulären Problemen in Schulter und Brustmuskulatur nach meinen ganzen Operationen öfter vorkommt, wäre nicht empfehlenswert gewesen) und schlimmer noch, die Akustik, durch die man eigentlich alles hören konnte außer den Yogalehrer. Um das zu vermeiden wurde dieser allerdings mit einer sehr kräftigen Lautsprecheranlage ausgestattet. OK während sportlicher Asanas, in Shavasana aber wenig entspannungsfördernd.

Für fast ausschließlich pflanzliche Verpflegung war reichlich gesorgt. Der vegane Döner war ein echtes Highlight aber leider für mich zu sättigend um danach noch die verschiedenen Kuchen, Torten, Smoothies, indischen Gerichte usw. Probieren zu können. Nur eine Kugel Schokoladeneis musste unbedingt noch sein.

Vegan Döner

So großartig ich die Idee einer V- Partei finde, so schwierig finde ich es, Yoga und Politik miteinander unter ein Dach zu bringen. Ja, ich weiß, ein Teil der Messe war auch ausdrücklich dem Veganismus gewidmet und die Mitglieder dieser Partei haben sich auf eben dieser Messe voriges Jahr erstmals zusammen gefunden, aber trotzdem hinterlässt die Kombination einen Beigeschmack. Vielleicht hätte mich die Thematik mehr berührt, wäre ich deutsche Staatsbürgerin und dürfte die V- Partei auch wählen, wer weiß…

An den verschiedenen anderen Ständen wurde von Yogakleidung über Schmuck und Malas, Meditationskissen, Hochleistungsmixer bis hin zu Reisen nach Indien viel geboten. Und natürlich bin auch ich nicht nach Hause gefahren, ohne einzukaufen. Eine neue Hose von Kamah und eine Packung Lupinenreis von SaluBio durften schließlich mit mir nach Hause fahren.

München

Bei einem Bummel durch die sonnige Innenstadt und einer längeren Pause auf einer Parkbank im Hofgarten, auf der auch das Grundgerüst zu diesem Artikel entstand, ließ ich den Messetag schließlich ausklingen, bevor ich mit dem Zug wieder zurück nach Salzburg „düste“.

Kaufingerstraße

Insgesamt war das ein durchaus lohnender Messebesuch, auch wenn es schwer ist einem “ alten Hasen“ sowohl im Yoga als auch in Sachen pflanzlicher Ernährung, echte neue Highlights zu bieten. Irgendwann hat man einfach das Gefühl, alle Produkte schon (mindestens) einmal gehört oder gesehen zu haben. Aber oft sind es gerade die Kleinigkeiten, die hängen bleiben. Und genau deshalb wird in meinem Kühlschrank jetzt regelmäßig selbstgemachter Mandel- Feta zu finden sein.

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