Einblick – Rückblick – Ausblick

Einblick

Gedacht als Jahresrückblick 2017 ist dieser Blogpost schließlich einem sehr turbulenten Jänner zum Opfer gefallen. Wer behauptet, dass sich der Jänner zieht, so von wegen kalt, dunkel und noch mehr kalt? Das war ein Plan, der Monate verfliegen lässt.

Nach dem Weihnachtsurlaub ging es also direkt los mit der Vorbereitung für den Yogaworkshop mit Keshava und Narayani. Das war meine erste Organisation einer größeren Veranstaltung, also war alles neu, alles fremd, manches umständlich und bestimmt wären manche Dinge auch einfacher zu lösen gewesen. Aber egal, als sich am 12. Jänner dann 22 Yogis in der Praxis versammelten, der Therapieraum zum Yogaraum umgestaltet war, alle Rechnungen stimmten und bezahlt waren und auch das Essen vom Catering pünktlich geliefert wurde, wurde es ein wunderschöner Yogaabend. Gute Nachricht für alle, die diesmal nicht dabei sein konnten, es wird bestimmt eine Wiederholung geben.

Yogaworkshop im Jänner

Dann wurde Mitte Jänner auch die Stosswelle geliefert. Ein hoch technisiertes Gerät zur Behandlung vielerlei Erkrankungen von Muskeln und Sehnen. Zwischen theoretischem Lernen und den ersten praktischen Erfahrungen galt es auch Vortrag und Präsentation für die Yogaworld in München vorzubereiten. Trotz etwas Pech mit der gewählten Uhrzeit, als erster Vortrag am Sonntag, war der Vortrag verhältnismäßig gut besucht. Allerdings ging der wirklich große Besucheransturm erst später los. 

Auf der Yogaworld in München

Leider habe ich aus München nicht nur schicke Yoga-Kleidung und viele Eindrücke und Ideen sondern auch einen grippalen Infekt mitgenommen.
Pünktlich zum ersten Teil der Meditationskursleiter- Ausbildung am letzten Wochenende war ich aber wieder fit und konnte das Wochenende in vollen Zügen genießen. Auf die Woche Schweigeretreat im Sommer bin ich jetzt schon sehr neugierig.

Und um noch ein persönliches Highlight zu erwähnen, letzten Montag besuchte einer meiner Patienten seine erste Yogastunde, im stolzen Alter von 94 Jahren! Seine 83jährige Ehefrau war auch mit dabei. Mit minimalen Anpassungen konnten beide die therapeutische Yogastunde problemlos mitmachen. Der beste Beweis dafür, dass man nie zu alt ist, mit Yoga zu beginnen.

Rückblick

Obwohl heute schon der 10. Februar ist, reichlich spät für einen Jahresrückblick, möchte ich dir die 10 erfolgreichsten Beiträge des Jahres 2017 präsentieren.

10. 4 Atemübungen zur Entspannung zwischendurch
Pranayama to go? Nein, kleine aber effektive Übungen die in wenig Zeit viel Wirkung gegen Anspannung, Stress und Ärger zeigen. Auch abseits der Yogamatte, im Alltag, zwischendurch. Kein Ersatz für ausführliches Üben von Pranayama auf der Matte, aber eine schöne Ergänzung.

9. Ingwer, Wunderwurzel für den Winter
Eine der wenigen Substanzen, die tatsächlich in der Lage ist, Erkältungsviren zu bekämpfen ist im Ingwer enthalten. Gemeinsam mit heißem Wasser, Zitrone und Ahornsirup ergibt Ingwer aber auch ohne Verkühlung ein köstliches Getränk.

8. Shatkriya – 6 yogische Reinigungstechniken
Die Kriyas können (und sollen) natürlich das ganze Jahr über angewandt werden. Als besonders effektiv und reinigend werden sie aber in der Übergangszeit zwischen Winter und Frühjahr beschrieben.

7. Die Augenübungen
Ja, das hat mich schon etwas verwundert, die Augenübungen in den Top Ten des Jahres zu finden. Relativ unbekannt sind die Augenübungen aber eine schöne Abwechslung in der Yogastunde und pure Erholung vorm Bildschirm.

6. Die Atemmeditation – yogische Soforthilfe gegen Stress.
Altbewährt seit den Anfängen des Yoga ist die Atemmeditation bis heute eine einfache aber effektive Methode, den Affengeist zu beruhigen.

5. Einfache Übungen für den Nacken
Entspannende und kräftigende Übungen für deinen Nacken. Besonders empfehlenswert für alle Schreibtischtäter und Bildschirmarbeiter und sogar in einer kurzen Pause machbar.

4. 5 Yoga Tips bei Hitze
Der Sommer 2017 war lang und heiß und die Yogatips bei Hitze sehr gefragt. Ich hoffe, er gewinnt im Sommer 2018 wieder an Aktualität. Im Moment kann ich mir das kaum vorstellen, bei Schnee und Minusgraden. Wobei, das bringt mich auf eine Idee…

3. 2 Asanas für einen starken Rücken
Ein gesunder Rücken braucht nicht nur Entspannung sondern auch Training. Ein stabiler Rumpf ist die beste Prävention gegen Verspannungen, Schmerzen und sogar Bandscheibenvorfälle.

2. Aus der Praxis: Das Piriformissyndrom
Der Allerwerteste kann fiese Schmerzen verursachen… Ein Problem, das mir anno 2007 einen Marathon vermiest hat und mit dem ich offensichtlich nicht alleine bin bzw. war. Allein schon die Diagnostik ist knifflig. Ich selbst durfte damals 2x 100km zum MRI fahren, um es schwarz auf weiß zu haben, dass meine Bandscheiben nicht schuld an dem Dilemma sind. Erst einmal diagnostiziert, sind wirklich gute Möglichkeiten, den Schmerz in der Gesäßbacke zu behandeln selten und oft mühsam. Gut, dass man sich auch dagegen mit Yoga helfen kann.

1. Asanasequenz: Entspannung für den Rücken
Knapp die Nummer eins, denn Entspannung für den Rücken können viele von uns gebrauchen. Besonders wenn Stress oder eine sitzende (Berufs-) Tätigkeit den Alltag bestimmen sind diese Übungen sehr zu empfehlen.

Ausblick

Im März, April und Mai finden die nächsten Teile der Meditationskursleiter-Ausbildung statt. Dazu gehört Ende Juli auch eine Woche Schweigeretreat mit langen Meditationen und viel Yoga.
Im Mai darf ich meine Arbeit mit meinen YogaschülerInnen am Europäischen Kongress für Physikalische Medizin und Rehabilitation in Vilnius, Litauen, präsentieren.
Die im Jänner begonnene Studie zum Thema Beeinflussung der Lebensqualität von Schmerzpatienten mit Yoga geht aber auch danach weiter.
Im Oktober findet die erste europäische „Accessible Yoga Conference“ von Jivana Heyman in Berlin statt. Daran teilzunehmen ist ein weiterer Fixpunkt in meinem Yoga- Kalender 2018.

Außerdem bin ich gerade dabei, den Workshop „Warum Yoga hilft – Yoga in der Schmerztherapie“ zu überarbeiten und einen Online- Kurs zu erstellen. Alle LeserInnen in und um Salzburg haben am nächsten Samstag schon die Gelegenheit, den Workshop in meiner Praxis zu besuchen. Tips und Anregungen, wie ich insbesondere die Yogastunde gestalte, damit sie online gut transportierbar ist, nehme ich gerne entgegen. Will wirklich jemand ein gut 60min YouTube Video sehen? Oder ist eine Audiodatei und Fotos bzw. kurze Videos der einzelnen Asanas angenehmer?

Warum Yoga hilft

Außerdem überlege ich gerade, ob aus Yoga am Freitag nicht Yoga am Dienstag werden sollte? Geplant sind themenbezogene Yogastunden und kurze Workshops zu unterschiedlichen Themen. In den nächsten Wochen stehen ein Anfängerworkshop, eine Yogastunde mit Schwerpunkt Tiefenentspannung und eine Rückenyoga-Stunde am Plan.

Viel Freude auf der Matte wünscht dir
Marion

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