Bitte waschen Sie sich Ihre Hände!

Aus aktuellem Anlass, egal ob Corona- oder Influenza- oder einfacher Schnupfenvirus. Niemand will ihn haben, manche negieren sie, manche verteilen sie unbewusst.

Fakt ist, Viren und Bakterien existieren, wir sind umgeben von einer Vielzahl von potentiellen Krankheitserregern. 

Das Gute daran: ein starkes, gesundes Immunsystem hat gelernt, mit dieser Vielzahl an Erregern umzugehen und sie entsprechend zu bekämpfen und im Optimalfall die Überhand zu behalten, sodass es erst gar nicht zu einer Infektion kommt.

Die Schattenseite: Alle Menschen, deren Immunsystem nicht richtig funktioniert, sind besonders gefährdet, an einer Infektion zu erkranken. Säuglinge im ersten Lebensjahr, deren Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist, alte Menschen, Menschen, die an einer Erkrankung des Immunsystems oder Knochenmarks leiden, Personen die aufgrund verschiedener Erkrankungen Medikamente brauchen, die die Immunabwehr hemmen oder unterdrücken. Sie alle benötigen den Schutz von uns Gesunden, die ohne Stress, ohne Panik, mit einfachen Mitteln vorsorgen können, Viren nicht weiter zu verteilen.

Leider kursieren dieser Tage viele falsche Informationen durch Medien und Internet. Von hysterisch anmutender, Panik auslösender Berichterstattung, bebildert mit Fotos von Menschen in Seuchenschutzanzügen bis hin zur völligen Ablehnung der Existenz von Viren und anderen Krankheitserregern. Von Gerüchten über den nahenden Weltuntergang bis hin zu Fake News über menschengesteuerte Krankheitsausbrüche um „Big Pharma“ höhere Gewinne zukommen zu lassen….

 Was können wir gesunden, fitten Menschen also tun, um gesund zu bleiben und nicht zum Überträger von Krankheiten zu werden? Im Prinzip ist es ganz einfach, die meisten Möglichkeiten kannte schon Oma, trotzdem sind sie hier noch einmal zusammen gefasst: 

1. Bitte waschen Sie sich Ihre Hände

Nach dem Toilettengang, nach dem Schneuzen, beim nach Hause kommen, bei sichtbarer Verschmutzung, vor dem Zubereiten von rohen Speisen. Nach Kontakt mit offensichtlich Kranken, vor Kontakt mit Babys und immunsupprimierten Erwachsenen und wenn keine Waschgelegenheit verfügbar ist, schadet auch Desinfektionsmittel nicht. Es ist aber kein Wunderding sondern eigentlich dazu gedacht, Keime auf sauberer! Haut abzutöten. Es ersetzt also das Entfernen von Schmutz mittels Wasser und Seife nicht.

Und greif mit nur zweifelhaft sauberen Händen nicht auf Augen, Nase und Mund. Denn direkt auf die Schleimhaut, ihren optimalen Lebensraum, transportiert, machst du den Viren das Leben leicht. 

PS: gebrauchte Taschentücher in verschlossene Mülleimer oder das WC entsorgen und nicht herumliegen lassen!

2. Trainiere dein Immunsystem

Das Immunsystem kann genauso trainiert werden wie Herz, Kreislauf und Muskulatur: Wiederkehrende Trainingsreize steigern die Leistungsfähigkeit. Idealerweise beginnst du damit nicht erst beim Ausbruch der Grippesaison sondern schon im Herbst, noch besser kümmerst du dich ganzjährig darum. Aber trotzdem ist es nie zu spät. 

Spaziergänge draußen, auch wenn es kalt ist, Outdoor Sport auch im Winter (natürlich mit geeigneter Bekleidung), regelmäßiges Lüften von Innenräumen, Wechselduschen, Kneippen, Sauna oder Infrarotkabine nutzen. Asanas, Pranayama. Die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen hoch genug halten, damit Nasen- und Rachenschleimhäute nicht austrocknen. 

3. Füttere dein Immunsystem

Auch für das Immunsystem gilt, wie für Muskulatur oder Gehirn, optimale Leistung braucht optimale Ernährung. 

Iss reichlich Vitamin C aus Äpfeln, Kiwis, Zitrusfrüchten, jeden Tag frisches Obst und Gemüse – ein Spruch aus Omas Zeiten. Sauerkraut tuts auch, um bei Oma zu bleiben. Zwiebel und Knoblauch wirken leicht desinfizierend, allerdings eher gegen Bakterien als gegen Viren. 

Ingwer, Kurkuma, Apfelessig, Heidelbeeren und anderen Superfoods wie Acai-Beeren, Gerstengras-Saft oder Goji-Beeren wird ebenfalls eine stimulierende Wirkung auf das Immunsystem nachgesagt, mit mehr oder weniger wissenschaftlichem Nachweis.

Relativ gut erforscht ist neben Ingwer und Kurkuma auch die Wirkung des Saftes von Echinacea purpurea, dem roten Sonnenhut. Dieser Saft und daraus hergestellte Arzneimittel sind in der Apotheke erhältlich.

4. Beim Husten und Niesen NICHT die Hand vorhalten.

Sondern in die Ellenbeuge oder ein frisches Taschentuch niessen/husten. 

Sorry Oma, diese Verhaltensregel ist leider überholt. Denn Speichel und Nasen-Rachen-Sekrete enthalten die meisten Viren. Und wenn die erst einmal auf den Händen gelandet sind, werden sie mit höchster Wahrscheinlichkeit von dort weiter transportiert. Auf Handy, Tastatur, Türschnalle, Handgriffe, weitere Hände usw…

Das ist auch der Grund, warum OP- und Atemschutzmasken nur in wenigen Fällen sinnvoll sind. Dort sammeln sich Viren aus Sekret und Ausatemluft und durch die so gut wie unvermeidliche Berührung mit den Händen werden die Erreger von dort wieder weiter verteilt. Gesunde Maskenträger greifen sich durch die störende Maske viel öfter auf Nase und Mund als ohne und können so Keime umso leichter auf ihre vermeintlich geschützten Schleimhäute transportieren. 

5. Vermeide Stress

Insbesondere künstlich erzeugten Stress. Kortison ist weithin bekannt als Medikament, um das Immunsystem zu unterdrücken. Bei Stress und Angst erzeugt auch deine Nebenniere reichlich davon. Das ist gut, um vor einer realen Bedrohung zu flüchten oder dagegen (körperlich) zu kämpfen. Fight or flight. Bei körperlicher Action, wie eben Kampf oder Flucht, werden Cortisol und die anderen Stresshormone auch schnell wieder abgebaut. Passiert aber keine Bewegung, sondern es wird im schlimmsten Falle auch der Auslöser immer wieder und wieder wiederholt, bleibt die Konzentration der Stresshormone im Blut erhöht, mit den bekannten negativen Folgen.

Überlege, ob statt der x-ten TV- Diskussion zum Thema Coronavirus, statt kopflosen Hamsterkäufen (von ungesunden Nudeln und Konserven) nicht eine Meditation, eine Entspannungsübung oder ein entspannter Abend mit der Familie sinnvoller wäre.

6. Falls es dich doch erwischt: Wer krank ist, gehört ins Bett!

Was sich nach Omas Weisheit aus dem letzten Jahrtausend anhört, ist in Wirklichkeit eine der effektivsten Vorbeugemassnahmen, um die Verbreitung von vitalen Erkrankungen zu vermeiden. Wer trotzdem meint, Arbeit zu versäumen kann sich im Home Office um Büroarbeit, Fortbildungslektüre und andere nicht ortsgebundene Tätigkeiten kümmern.

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