Wie Yoga dir hilft, gesund zu bleiben – Teil 2

Im 2. Teil dieser Artikelserie möchte ich dir zeigen, wie Entspannung und Meditation dir helfen, gesund zu bleiben. Im Optimalfall praktizierst du Asanas, Atemübungen, Tiefenentspannung und Meditation gemeinsam, zum Beispiel im Yogaunterricht. Durch die Kombination erreichst du  die beste Wirkung der Übungen auf deine Gesundheit. In besonderen Situationen, wie Zeitmangel, besonders hoher Stressbelastung oder auch bei akuten Erkrankungen, durch die die Ausführung von Asanas nicht möglich ist, kannst du insbesondere die Tiefenentspannung und Meditation auch alleine praktizieren. Auch so helfen dir diese Techniken, gesund zu bleiben.

Entspannung

Körper und Geist verlieren an Leistungsfähigkeit, wenn sie regelmäßig überreizt und überfordert werden. Die Tiefenentspanung am Anfang und Ende einer Yogastunde, aber auch für sich alleine ausgeführt, ist eine besonders wirksame Technik um solchen Stress abzubauen. Die  Tiefenentspannung nach Swami Vishnudevananda besteht aus 3 Teilen: Dem bewussten Anspannen und Entspannen einzelner Muskelgruppen, der Visualisierung der Entspannung einzelner Körperteile und einer Phase der Stille. Die Entspannungsphase ist ideal geeignet, um Energie zu tanken. Einige Minuten Entspannung, wie im Rahmen einer Yogastunde, liefern mehr Energie als mehrere Stunden unruhiger Schlaf.
Die Tiefenentspannung bewirkt auch, dass die Gedanken zur Ruhe kommen und dass Gedankenkreise unterbrochen werden können.
Abends vor dem zu Bett gehen ausgeführt, verhilft die Tiefenentspannung auch zu leichterem Einschlafen, und tieferem, erholsamem Schlaf. Daher kann sie auch als natürliche Therapie gegen Schlafstörungen eingesetzt werden.
Eine besondere Form der Tiefenentspannung ist Yoga Nidra, eine Technik, die direkt auf die Gehirnfunktionen wirkt und so eine besonders intensive Entspannung darstellt.

Meditation

“Meditation ist ein königlicher Weg zur Freiheit, eine geheimnisvolle Leiter, die von der Erde zum Himmel führt, von der Dunkelheit zum Licht und von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit.”   Swami Sivananda

Ein Ziel der Meditation ist es, den Geist zur Ruhe zu bringen. Du kannst dir den Geist als See vorstellen, der durch die Gedanken aufgewühlt und wellig ist, wie ein See bei Wind. Je mehr Ruhe herrscht, desto weniger Wellen befinden sich am See und desto tiefer kann man in den See hinein blicken. Analog dazu kommt in der Meditation der Geist zur Ruhe und es offenbart sich der Schatz der Stille, der sich in jedem Menschen befindet.

Die Ruhe in der Meditation ist tiefer als die Ruhe im Schlaf. Meditation baut Stress ab, jedes Körperteil, jede Zelle kommt zur Ruhe. Meditation hält gesund, hält jung und beugt frühzeitigem Altern vor.
Im Rahmen der Hirnforschung konnte festgestellt werden, dass Meditation dabei hilft Stress abzubauen. Dadurch kann auch stressbedingten Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Diabetes, Gewichtszunahme u.ä. vorgebeugt werden.
Meditation kann auch dabei helfen, Ängste abzubauen und psychische und mentale Stabilität aufzubauen. Dieses Potential kann unter kompetenter psychotherapeutischer Anleitung dazu genutzt werden, Depressionen, Essstörungen, Angststörungen und andere psychische Erkrankungen zu behandeln.
Meditation kann aber auch Gesunden dabei helfen, ihre Fähigkeiten optimal zu entwickeln, weil Prüfungsangst, Lampenfieber, Nervosität und ähnliche Probleme durch die Meditation bearbeitet werden können.

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