Wie Yoga dir hilft gesund zu bleiben – Teil 3

In Teil 3 der Serie „Wie Yoga dir hilft gesund zu bleiben“ möchte ich über die Vorteile einer gesunden, vollwertigen, vegetarischen Ernährung berichten. Diese Form der yogischen Ernährung unterstützt dich bei Ausführung von Asanas und Pranayama und hilft dir dabei, deinen Körper und deine Gedanken in der Meditation zur Ruhe zu bringen.

Ernährung um gesund zu bleiben

Die Ernährung ist auch im Yoga einer der zentralen Punkte, um die Gesundheit zu fördern und den Körper mit reichlich Nährstoffen zu versorgen. Vielleicht ist es dir ja auch schon aufgefallen, dass du, je mehr du dich mit dir selbst befasst, zunehmend den Appetit auf Alkohol, Zigaretten und andere Stimulantien und Suchtmittel verlierst? Und das Verlangen nach Fett und Zucker sinkt mit zunehmender Entspannung?
Die typische Ernährung im Yoga legt großen Wert darauf, Ahimsa, das Prinzip der Gewaltlosigkeit zu beachten. Ahimsa heißt, nicht (absichtlich) zu töten und auch andere Formen des Leides und der Ausbeutung anderer Menschen und Tiere zu vermeiden.

Vegetarisch oder vegan?

In den alten Schriften wird die optimale Ernährung um gesund zu bleiben als lakto-vegetarisch beschrieben. Der Konsum von Eiern wurde auch von den alten Meistern gemieden, da ihnen nachgesagt wird, den Geist unruhig zu machen und schwer verdaulich zu sein.
Aus der heutigen Sicht ist das Thema Milch und Gewaltlosigkeit natürlich ein heißes Eisen. Unsere heutige Produktion von Milch und Milchprodukten hat leider nicht mehr viel mit dem Umgang der alten Meister und auch unserer Vorfahren mit ihren Kühen gemeinsam. Außerdem gibt es heutzutage auch wissenschaftliche Erkenntnisse, die besagen, dass der Konsum von Milch in größeren Mengen das Entstehen von Zivilisationserkrankungen begünstigen kann. Für Eier gilt sinngemäß das Selbe. Außer, dass es zumindest am Land einfacher ist Hühner im Garten zu beherbergen, die uns, artgerecht gehalten, das ein oder andere Ei schenken. Mit Rindern ist diese Form des Zusammenlebens deutlich schwieriger.
Es gibt hier in Europa aber auch genügend andere, pflanzliche Wege, ausreichend Eiweiß zu sich zu nehmen um gesund zu bleiben. Bohnen, Linsen, Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte, Soja, Brokkoli, Mandeln, Nüsse oder brauner Reis liefern für sich alleine oder miteinander kombiniert, ausreichend pflanzliches Protein.

„Eine vegetarische Ernährung macht den Verstand aktiv, subtil und scharf. Die vegetarische Ernährung ist dem erhabenen Denken und der Konzentration auf das Göttliche in hohem Maße förderlich. Sie schenkt eine größere Vitalität als eine Ernährung mit tierischen Nahrungsmitteln.“ Swami Sivananda

Außerdem sollte die Nahrung einfach, frisch und naturbelassen sein. Größere Mengen an Tiefkühlkost und Konserven werden als kritisch empfunden, da ihnen durch die Konservierung Prana entzogen wurde. Genauso werden auch industriell hergestellte „Nahrungsmittel“ und Fertigprodukte kritisch betrachtet aufgrund der unterschiedlichen, teils künstlichen Zutaten wie Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffen, dem hohen Zuckergehalt und der industriellen Verarbeitung. Auch wenn diese Produkte aus dem heutigen Leben kaum noch wegzudenken sind, sollten sie nur einen kleinen Teil unserer Ernährung ausmachen.
Wenn eure Lebensmittel dann auch noch regional erzeugt (ok, im Winter etwas schwierig), saisonal und biologisch angebaut sind, dann könnt ihr eigentlich nicht mehr viel falsch machen.
Eure Gesundheit wird es euch danken.

Leckere vegetarische und vegane Rezepte nach den Prinzipien des Yoga findest du zum Beispiel im Das Yoga vegan Kochbuch: Vegane Vollwertküche für Körper und Geist oder in diesem Buch: Yoga Kitchen: Ernährung & Yoga perfekt kombiniert Nicht nur Rezepte sondern auch Hintergrundinformationen zur vageren Ernährung findest du unter anderem hier:Yoga und Vegetarismus: Fleischlos zur Erleuchtung

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