Yoga im Frühling

Die Sonne gewinnt langsam wieder an Kraft, der Schnee ist so gut wie geschmolzen, die Tage werden länger und wärmer. Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf, die Bäume treiben wieder aus, die Wiesen werden wieder grün. Und nach all den kalten, dunklen Wintertagen, an denen wir uns am liebsten zuhause mit heißem Tee und warmen Decken eingekuschelt hätten, zieht es uns jetzt wieder raus. Raus in die Sonne, die Natur, unter Menschen.

Herzöffnende Asanas

Herzöffnende Asanas sind Stellungen, in denen wir den Brustbereich dehnen und weit machen, die Schultern nach hinten bewegen und die Wirbelsäule rückwärts beugen.
Aus anatomischer und physiologischer Sicht gehören sie zu den besten Übungen um Verspannungen der Schulter- Nacken Region entgegen zu wirken und die Brustmuskulatur zu dehnen. Das liegt daran, dass sie eine gegenteilige Bewegung zu unserer Körperhaltung am PC bzw. Schreibtisch darstellen.
Aus der Sicht des Yoga unterstützen uns diese Asanas darin, unser emotionelles Herz zu öffnen. Das heißt einerseits, unsere Emotionen zu zeigen, Ärger und Stress abzubauen. Andererseits öffnen wir damit unsere Empfindungen für andere Menschen wie Zuneigung, Sympathie oder vielleicht sogar Liebe.
Zu den herzöffnenden Asanas gehören die Kobra (Bhujangasana), der Bogen, Dhanurasana oder das Kamel, Ustrasana.

Die Kobra

Entspannende Haltungen, die uns dabei unterstützen, die Sinne auch wieder zurück zu ziehen

Diese Haltungen sind im Anschluss an die Herzöffnenden Asanas besonders empfehlenswert, da sie uns dabei unterstützen, die Sinne wieder zurück nach Innen zu lenken und bei uns zu bleiben. Die Stellung des Kindes ist sicher die wirksamste Stellung hierzu. Aber auch in Shavasana können wir üben, unsere Sinne zurück zu ziehen. Die Vorwärtsbeuge und ihre Variationen lenken ebenfalls den Fokus zurück nach Innen.

Reinigung und Kriyas

Wer das Frühjahr vor allem mit Pollenallergie und ihren Symptomen in Verbindung bringt, sollte Neti versuchen. Dabei werden die Nasenschleimhäute durch das Salzwasser gereinigt und befeuchtet. Außerdem führt der Salzgehalt der Spüllösung dazu, dass die schleimbildenden Zellen weniger Schleim produzieren und die Nase weniger läuft.
Auch die Wechselatmung ist eine bewährte Übung gegen verstopfte Nasen, sowohl bei Heuschnupfen als auch bei Erkältungen.
Auch die anderen Kriyas sind im beginnenden Frühling besonders wirksam.
Außerdem beginnen auch schon die Wildkräuter zu sprießen. Der traditionelle Brennesselspinat oder auch die zarten Triebe der Brennessel in einem grünen Smoothie oder als Pesto zubereitet, regen den Stoffwechsel an und fördern die Harnausscheidung.
Bärlauch wirkt desinfizierend und hilft, Infekte zu bekämpfen. Wer jedoch viel meditiert, sollte Bärlauch, wie alle anderen Knoblauchgewächse nur sparsam genießen.
Auch den Gänseblümchen, Löwenzahn und Veilchen wird heilende Wirkung zugeschrieben. Denkt jedoch bitte beim Pflücken an die Bienen, für die diese Blüten die erste natürliche Nahrung nach dem langen Winter darstellen und erntet nur sparsam.

Bewegung, Aktivität

Mit zunehmendem Tageslicht und frühlingshaften Temperaturen zieht es uns alle wieder raus, ins Grüne, in den Wald, in die Natur. Bewegung draußen ist jetzt wieder verlockend. Es ist sehr sinnvoll, diesem Verlangen so oft wie möglich nachzugeben. Sonnenlicht fördert die körpereigene Produktion von Vitamin D und von Serotonin. Die Bewegung bringt Herz und Kreislauf in Schwung. Zusammen mit die besten Mittel gegen den Winterblues.
Wer es trotzdem nicht regelmäßig in die Sonne schafft, oder wenn das Regenwetter die Überhand gewinnt, bietet sich der Sonnengruß, Surya Namaskara, als aktivierende Yogaübung für Körper und Geist an.

Viel Freude beim Yoga wünscht Dir Marion!

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