Yoga Kongress 2017 bei Yoga Vidya

Während meines letzten Aufenthaltes in Bad Meinberg habe ich Flyer gesehen, die zur Bewerbung um den Yoga Vidya Innovationspreis aufforderten. Medizin und Yoga in Worte zu fassen war keine schwere Aufgabe und meine Schwester sorgte für die gelungene bildliche Darstellung der Bewerbung. Im Oktober kam dann das mit Spannung erwartete e-mail mit der Einladung zum Yogakongress vom 17. bis 19. November in Bad Meinberg. Dort sollten die besten 10 BewerberInnen ihre Projekte präsentieren und am Samstag an der Preisverleihung für die drei Gewinnerinnen teilnehmen.

Plakat Yoga Vidya Innovationspreis

Im Endeffekt gehörte Medizin und Yoga zwar nicht zu den drei Siegerprojekten, aber es war eine große Freude für mich, an dem sehr lehrreichen Kongress teilzunehmen, Neues zu lernen und viele Mit-Yogis kennen zu lernen.
Gewonnen hat den Yoga Vidya Innovationspreis übrigens Sabine Kinter mit ihrem Projekt Yoga in der Suchttherapie. Die anderen beiden Plätze gingen an die Projekte „Yoga-steps, mit Yoga in ein selbstständiges Leben“ einer betreuten Wohneinrichtung für Jugendliche und „EL.EN.A – Elterliche Energie aktivieren“ das Yoga für die Eltern der PatientInnen einer Klinik für Frührehabilitation für Kinder in Kassel anbietet.

Der Yoga Kongress

Freitag

Programmheft

Nach etwas (Achtung Ironie) umständlicher Anreise aus Salzburg kam ich gerade noch rechtzeitig zum Mittagessen in Bad Meinberg an. Das biologische und großteils vegane Buffet ist schon ein eigener, köstlicher Programmpunkt. Die Eröffnungszeremonie mitsamt Vorträgen habe ich aber leider verpasst.

Danach standen gleich 6 verschiedene Workshops und Vorträge zur Auswahl, gefolgt von mindestens ebenso vielen Yogastunden danach. Als ersten Programmpunkt habe ich mir einen Vortrag von Nepal Lodh ausgesucht, zum Thema „Mit sich selbst zufrieden sein“. Nachdem wir Teilnehmer gefragt wurden, was für uns Unzufriedenheit ist oder Unzufriedenheit auslöst, bekamen wir einige gute Ratschläge, wie wir damit umgehen können oder die Unzufriedenheit überhaupt vermeiden können.
Danach hatte ich mir eine Rückenyoga- Stunde ausgesucht, in der wir rückengerechte Asanas geübt haben und vielerlei Informationen zum Üben bei und gegen Rückenschmerzen erhielten.
Nach dem Abendessen war dann das erste Treffen mit den anderen TeilnehmerInnen des Innovationspreises und Zeit, die Plakatwände und Infostände aufzubauen.
Im anschließenden Satsang hielt die beeindruckend weise Swami Nityamuktananda einen Vortrag zum Thema „Yoga ist Verbundenheit, Beziehungswirklichkeit, Einheit“. Sehr spannend fand ich die Aussage, dass wir Menschen nur sehr eingeschränkt als voneinander unabhängige Individuen agieren und existieren können. Vielmehr sind alle Menschen, eigentlich alle Lebewesen, miteinander verbunden und leben zusammen in einem Energiefeld. Yoga ist ein Weg, der uns vom heutigen Separatismus bzw. Egoismus wieder zurück bringt zu dem Menschen, der in Harmonie mit allem lebt.

Samstag

Am Samstag fand morgens, gleich nach Meditation und Satsang die Preisverleihung statt.

Danach hatte ich eine sehr schöne, entspannende Klangyogastunde von Jeannine und Maik Hofmann ausgesucht.
Zu Mittag war es dann wieder an der Zeit, an den Präsentationsständen anwesend zu sein. Dort ergeben sich mit vielen interessierten Yogis interessante Gespräche, leider ist kaum jemand aus der Umgebung von Salzburg da. Ok, mit vielen ÖsterreicherInnen hätte ich sowieso nicht gerechnet, aber auch aus dem angrenzenden Bayern kamen nur ganz wenige.
Am Nachmittag fand dann ein Workshop „Marketing für YogalehrerInnen“ statt, in dem es darum ging, sich selbst bekannt zu machen, die passenden Werbung für den online- und offline-Gebrauch zu erstellen und sie dann (überwiegend auf Facebook) optimal einzusetzen. Für mich waren reichlich neue Informationen dabei und mittlerweile bin ich schon eifrig dabei, all die Tips und Tricks umzusetzen.
Anschließend galt es, im mittlerweile zum Bersten vollen Sivananda-Saal Platz für die eigene Yogamatte und mich selbst zu finden, um an der Yin-und-Klang-Yogastunde von Shanti Wade und Frauke Richter teilnehmen zu können. Die an diesem Ort eher ungewohnten Yin Yoga Asanas und die elfenartig verzaubernde Musik und Stimme von Frauke ergaben eine ganz besondere Stimmung und eine Yogastunde, die gerne noch viel länger dauern hätte können.
Abends im Satsang habe ich mir tatsächlich zum ersten Mal seit der Matura einen Vortrag eines Religionswissenschaftlers angehört und ihn sogar äußerst interessant gefunden.

Vortrag am Samstag Abend

Sundaram and Friends sorgten zum Abschluss des Tages für einen musikalischen Höhepunkt, mit Kirtan, der alle zum Singen und Tanzen animierte.

Sonntag

Mein erster Programmpunkt am Sonntag war wieder die Meditation, obwohl davor schon eine Homa (Feuerzeremonie) und eine Stunde fortgeschrittenes Pranayama stattgefunden hätten.
Anschließend hatte ich mir den Workshop „Yoga in Lebenskrisen“ von Shivakami Bretz ausgesucht. Danach war es leider schon wieder an der Zeit, den Koffer zu packen, ein letztes Mal das köstliche Buffet zu genießen und die Heimreise anzutreten.
Diese war dann noch etwas umständlicher, es waren immerhin 3 Züge und 2 Flugzeuge involviert. So kam ich dann nach 3 sehr ereignisreichen Tagen, mit dem Kopf voll neuer Eindrücke spät abends wieder in Salzburg an.

Der Yogakongress findet übrigens jährlich im November statt. Wer es bis dahin nicht mehr erwarten kann, kann im März auch den Business Yoga Kongress besuchen.*

Viel Freude beim Yoga wünscht Dir, 

Marion

 

 

*Persönliche Empfehlung ohne Bezahlung aber mit Überzeugung.

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